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Kurztrip Rom

Kolosseum in RomRom: Museen, antike Ruinen und noch viel mehr...

Schon viele Male hat Die Weite Welt die italienische Hauptstadt Rom besucht, und immer wieder haben wir ungern von der Ewigen Stadt Abschied genommen. Es gibt nur wenige Städte in der Welt, wo man so viele verschiedene Attraktionen auf so engem Raum genießen kann. Und bei dem großen Angebot der Billigflieger dürfte es kein Problem sein, für wenig Geld einen lohnenden Kurztrip zu buchen.


Panorama der Städt

Die Stadt ist voller Monumente, aber es gibt auch fast dörfliche Gassen mit winzigen Trattorias, schöne Panoramen (z.B. vom Gianicolo-Hügel aus) und ausgedehnten Parkanlagen. Nur wenige Kilometer außerhalb Roms liegen malerische Dörfer inmitten schöner Natur in den Hügeln und Bergen von Lazio. Und vergessen wir auch nicht das herrliche Klima im Frühling und Herbst, die Luxusgeschäfte, die hervorragende Küche in den unzähligen Restaurants und die Römer selbst, die ohne Zweifel auch eine große Attraktion darstellen ...


Forum Romanum

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Jeder kennt natürlich das Kolosseum und das Forum Romanum als steinerne Zeugen von Roms ruhmreicher Vergangenheit. Aber es gibt mehr, viel mehr: Von weitläufigen Ruinenkomplexen wie den Thermen des Caracalla bis hin zu einer umgestürzten Säule und einer brüchigen Mauer an einer Straßenecke. Der Eintritt zum Forum Romanum ist zur Zeit kostenlos, und bei jedem Besuch Roms sehen wir uns dort einige Zeit um. Auch hier hat der Massentourismus seinen Tribut gefordert: der Hof der Vestalinen ist nicht mehr zugänglich und es bedarf schon einiger Mühe, etwas von den berühmten Statuen zu sehen. Eine schöne Aussicht auf das Forum hat man vom Palazzo dei Conservatori aus, der zu den Kapitolinische Museen gehört.

Der spinario im Kapitolinischem MuseumKapitolinische Museen

Ein Besuch der Kapitolinischen Museen lohnt sich bestimmt. Dies ist das älteste öffentliche Museum der Welt. Seinen Ruf verdankt es vor allem der Sammlung antiker Statuen, darunter befinden sich viele Kaiserbüsten, eine Bronzestatue des Marcus Aurelius auf seinem Pferd und der Spinario, eine überaus realistische Skulptur eines Jungen, der einen Dorn aus seinem Fuß zieht.

Antiker Weg in Ostia AnticaOstia Antica

Pompeji ist für eine Tagestour von Rom aus vielleicht etwas zu weit entfernt, aber Ostia Antica ist eine gute, nicht ganz so spektakuläre Alternative für diejenigen, die eine antike Römische Stadt besuchen möchten. Ostia ist mit der U- und S-Bahn in etwa einer halben Stunde von Rom aus zu erreichen. Es ist erstaunlich, wie gut viele Gebäude erhalten sind, darunter auch einige Wohnblocks mit bis zu vier Stockwerken.
Skulpturen in Ostia AnticaOstia war die Hafenstadt des antiken Roms, liegt aber heute einige Kilometer landeinwärts. Die Stadt erlebte langsam ihren Niedergang, als der Hafen immer mehr versandete. Eine große Malariaepidemie im 4. Jahrhundert bedeutete das definitive Ende der Stadt. Meistens ist es sehr ruhig in Ostia Antica, im Gegensatz zu Pompeji, das täglich von Horden von Menschen besucht wird. Die S-Bahn nach Ostia Antica fährt weiter bis an die Küste, aber der Badeort Ostia ist hässlich, und der Strand ist schmuddelig.

Römisches Ehepaar in den Vaticanischen MuseenVatikanische Museen

Ein Besuch der Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle ist ein einzigartiges Erlebnis, nicht nur wegen des Reichtums der Kunstschätze, die hier zu bewundern sind, sondern auch wegen der gewaltigen Besucherzahl, die Tag für Tag in kürzester Zeit durch die Säle getrieben werden. Die Menschenschlange, die entlang der Mauern der Vatikanstadt auf Einlass wartet, kann ganz schön abschreckend sein. Es gibt eine Lösung: Besuchen Sie Rom außerhalb der Hauptsaison (d.h. November, Anfang Dezember oder Januar) oder versuchen Sie es am späten Morgen. Eine andere Taktik besteht darin, so früh wie möglich Schlange zu stehen und gleich nach dem Eintritt zur Sixtinischen Kapelle zu gehen, ein Marsch von etwa 20 Minuten. Dann können Sie sich die einzigartigen Fresken von Michelangelo in relativer Ruhe ansehen. Das wird bestimmt eine ganz andere Erfahrung, als wenn es hunderte von Touristen in der Kapelle gibt, deren Stimmengewirr regelmäßig von einem lauten 'Silenzio!' und 'No pictures!' der Museumwärter unterbrochen wird. Wer den Betrieb satt hat, kann zum Beispiel die wunderschöne Etruskische Abteilung besuchen, wo es fast immer sehr ruhig ist.


Der St. PetersplatzDie Peterskirche

Die Kuppel der Peterskirche bietet eine einmalige Aussicht auf Rom und den Petersplatz mit der Via della Conciliazione dahinter. Dieser Boulevard wurde nach dem Lateran-Vertrag aus dem Jahre 1929 zwischen dem Faschistenführer Benito Mussolini und Papst Pius XI gebaut, um Rom eine angemessene Verbindung mit dem Vatikan zu geben.
Tipp:Sehr lohnenswert ist ein Besuch der Ausgrabungen unter der Peterskirche, wo sich das ursprüngliche Grab des Apostels Petrus befinden soll. Tickets sind leider nur beschränkt verfügbar und sollten lange vorher beim Uffizio Scavi angefordert werden.


Zypressen in FrascatiFrascati

Wenn Sie von Rom aus einen Ausflug aufs Land machen wollen, nehmen Sie am besten den Zug ab Stazione Termini nach Frascati, einem Weindorf in den Colli Albani (Albaner Berge). Die Bahnfahrt dauert eine gute halbe Stunde. Ab Frascati kann man in einer Stunde nach Tuscolo laufen, einer römischen Ausgrabung auf einem Hügel, wo auch der römische Politiker und Philosoph Cicero ein Landhaus hatte. Hier genießt man einen prächtigen Blick auf die Hügel der Umgebung. Wieder in Frascati, können Sie in einem der vielen Weinkeller den erfrischenden Weißwein des Ortes genießen, der schon seit Menschengedenken als der meist getrunkene Wein von Rom gilt. Mit einem Teller Antipasti, wie Peperoni in Olivenöl, Wurst oder Artischockenherzen, fühlt sich jeder bestimmt wohl.

Antike Statue in der Centrale MontemartiniCentrale Montemartini

Ein echter Geheimtipp für Liebhaber antiker Skulpturen und Industrie-Archäologie ist die Centrale Montemartini, die sich in einem unscheinbaren Außenbezirk von Rom befindet. Einmal wurde in diesem Gebäude das erste Elektrizitätswerk Roms errichtet (1912), das im Jahre 1963 geschlossen wurde. Seit 1997 sind hier viele Skulpturen aus den Kapitolinischen Museen untergebracht. Die Ausstellung war anfangs nur für eine bestimmte Zeit geplant, aber die besondere Präsentation der Römischen Skulpturen war so erfolgreich, dass die Centrale zum permanenten Museum aufgewertet wurde. Die antiken Skulpturen harmonieren erstaunlich gut mit der industriellen Umgebung in dem großen Ausstellungsraum des Museums, wo zwei riesige Dieselmotoren und eine Dampfturbine die Prunkstücke sind. In den anderen Räumen wird ein überblick der Entwicklung der antiken Stadt Rom im Ablauf der Zeiten gegeben. Es gibt kombinierte Eintrittskarten für die Centrale Montemartini und die Kapitolinischen Museen (Capitolini Card), die etwas preisgünstiger sind als Einzelkarten.

Villa HadrianaVilla Hadriana, Tivoli

Einige Kilometer außerhalb des Städtchens Tivoli, am Rande der Albaner Berge, liegt die Hadriansvilla oder Villa Hadriana, ein riesiger Palastkomplex, den Kaiser Hadrian im 2. Jahrhundert für sich und seinen Hof errichten ließ. Hier kann man stundenlang umherstreifen zwischen teilweise gut erhaltenen Bauten, deren ursprüngliche Funktion nicht immer klar ist. Die grüne Umgebung mit vielen Bäumen und Wiesen eignet sich hervorragend für ein Picknick im Schatten der Pinien. Die Villa ist mit dem Linienbus von Rom aus in etwa einer Stunde zu erreichen. Fragen Sie den Fahrer nach der richtigen Haltestelle.
Ein Besuch der Villa Hadriana lässt sich gut mit einem Besuch der Villa d'Este verbinden, einem erstaunlichen Renaissancegarten mit zahlreichen Springbrunnen. Der Garten befindet sich im Zentrum von Tivoli, etwa 4 km von der Villa Hadriana entfernt (der Bus aus Rom hält in der Nähe von der Villa d'Este).

Der platz vor dem Kloster oberhalb SubiacoSubiaco

Etwa 30 Kilometer östlich von Tivoli liegt das Städtchen Subiaco, umgeben von hohen Bergen, die im Winter schneebedeckt sind. Auf einem Hang etwas außerhalb Subiacos liegt das Kloster des heiligen Benedikt, wo der Begründer des Klosterlebens als Junge drei Jahre im Sancro Specro, der heiligen Höhle, verbrachte. Im Klostergebäude sind bemerkenswerte Fresken erhalten geblieben. Die Umgebung des Klosters lädt zu schönen Spaziergängen ein, weit weg von der Hektik in Rom. Subiaco kann man mit dem COTRAL-bus in etwa 1.15 Stunden von Rom (Ponte Mammolo, metro Linea B) aus erreichen (Fahrplan).